Kristinas Traumwelten

Winterimpressionen

09.01.2021

Ein Zeichen des Klimawandels in unseren Breiten ist, dass geschlossene Schneedecken im Winter immer seltener werden. Ich kann mich erinnern, dass wir in Bayern noch in den Neunizgerjahren praktisch jedes Jahr wenigstens in den Monaten Januar und Februar damit rechnen konnte, dass unsere Landschaften flächendeckend in ein weißes Winterkleid gehüllt waren.

Nun lassen sich Silberreiher beobachten, Stare ziehen nicht mehr in den Süden und Schnee ist Ausnahme, nicht mehr Regel. So kann man den Rosmarin getrost draußen stehen lassen, da die paar Frosttage ihm ab einem bestimmten Alter auch bei uns nichts mehr ausmachen. Letztes Jahr sah ich noch Anfang Dezember einen Grasfrosch umherhüpfen, zu einer Zeit, wo man diese Tiere normalerweise seit zwei Monaten im Winterschlaf verortet. Apropos Winterschlaf: Die Igel finden dank Insektensterben immer weniger Nahrung, und dank der höheren Temperaturen müssen sie immer länger und häufiger aktiv umherlaufen - die Tierchen legen sich erst unterhalb von +5 °C schlafen. Mittlerweile steht der Igel in der Vorwarnliste - genau wie der Grasfrosch.
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